Das mit der Entlassung nach einer Woche hat leider nicht geklappt. Heute ist schon Freitag und damit bin ich überfällig. Ich werde mindestens bis Montag im Krankenhaus bleiben müssen, vll noch länger. Wahrscheinlich kann ich von Samstagmittag bis Sonntagnachmittag beurlaubt werden. Das wäre so schön. Die Gründe dafür, dass ich länger bleiben muss, sind zum einen die Dosiserhöhung der Antikörper und Umstellung auf die mobile Pumpe. Danach muss man noch mal beobachtet werden. Der zweite Grund ist mein Bein, das mir seit Wochen sehr weh tut. Die Schmerzen waren letzte Nacht so schlimm, dass ich einen mega Medikamentencocktail bekommen habe mit Zopiclon, Tavor und diversen Schmerzmittel. Heute bin ich richtig platt, schlafe gefühlt den ganzen Tag, bin total wackelig auf den Beinen und kann kaum alleine laufen. Die Dosiserhöhung und der Cocktail zusammen haben mich fix und fertig gemacht. Da meine Beinschmerzen nicht besser werden, gefühlt kein Medikament hilft, Lyrika (wird gegeben bei neurophatischen Schmerzen) noch nicht wirkt und aufgrund der starken Schmerzen letzte Nacht, wurde dann heute ein MRT gemacht. Ich bin total gespannt auf den Befund. Die Schmerzen quälen mich seit 4 oder 5 Wochen. Die Intensität der Schmerzen variiert und ist teilweise auch von der Lage– / Sitzposition abhängig. In den letzten Wochen war ich oft verzweifelt, ich hab vor Schmerzen geheult, und nichts hat gegen die Schmerzen geholfen . Die Onkologen haben lange keine Diagnostik gemacht und ich wusste auch nicht welcher Arzt mir hätte helfen können und wie ich Termine zeitlich untergebracht hätte, bei den ganzen Terminen im UKM. Letztendlich wurde zwei Woche vor Beginn der Antikörper ein MRT vom Kopf und der gesamten Wirbelsäule gemacht sowie eine Lumbalpunktion. Zunächst wirkte alles unauffällig, genauso wie eine weitere Knochenmarkspunktion. Irgendetwas ist da aber, was mir so starke Schmerzen bereitet und das muss jetzt abgeklärt werden. In dem Befund des PET-CTs war wohl doch eine kleine Auffälligkeit, aber nur minimal. Dies wurde als Entzündung befundet, von den Ärzten aber als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt. Im 1. MRT war wohl auch etwas auffällig, wovon ich aber erst in den letzten Tage erfahren habe. Ich hoffe das heutige MRT wird mehr Aufschluss bringen. Je nachdem was der Befund ergibt, könnte es sogar sein, dass die Therapie umgestellt wird.
Wenn es so bleibt, wie es jetzt geplant ist, dann bin ich am 26.12. mit den Antikörpern durch, was bedeutet, dass ich Weihnachten zuhause sein werde. Geplant ist die Transplantation aktuell für den 08.01.18. Vorher bin ich aber schon in meinem hübschen Isolationszimmer und werde auf die Transplantation vorbereitet. Bekomme dann vermutlich wieder Chemo und Ganzkörperbestrahlung, wodurch mein Immunsystem dann auf Null gefahren wird.